Wer strebt denn NICHT nach Glück?

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Wer strebt denn NICHT nach Glück?

Strebe ich nach Glück oder warte ich nur darauf? Diese Frage will ich mir beantworten, indem ich mir selbst einen Spiegel vorhalte.

Um mir leisten zu können, was mich zu einem ‘standard glücklichen’ Menschen macht, gehe ich, wie die meisten von Euch auch, fünf Tage die Woche rund zehn Stunden arbeiten. Dabei gehöre ich zu der Vielzahl von Arbeitnehmern, die sich Montag morgens schon auf den Feierabend und gleichzeitig auf das Wochenende freuen. Meine Arbeit ist ok aber nicht gerade das, was man einen Traumjob nennt. Sie ist Mittel zum Zweck, notwendiges Übel.

Muss das so sein? Klar, geht doch den meisten so und ‘ist nun mal so’!
Kennt Ihr auch die abgelutschten Sätze, wie »Arbeit kann nicht IMMER Spaß machen!« oder »Anderen geht es auch nicht besser.«? Schön ist auch »Arbeit ist Arbeit und kein Hobby.«

Was uns diese Stimmen sagen wollen: »Was Dich tagsüber ankotzt, macht Dich INDIREKT glücklich. Also meckere nicht!«

Damit reden wir und andere uns immer schön ein, dass es eigentlich völlig normal ist, dass man die meiste Zeit während seines Berufslebens damit verbringt, seinen Job ‘auszuhalten’, um abends und am Wochenende gut davon zu leben und einmal im Jahr in den Urlaub zu fahren.

In letzter Zeit geht diese Gleichung für mich nicht mehr auf. Ich bin es Leid, zu akzeptieren, dass ich das Angenehme immer mit dem Übel bezahlen soll. Ich kann doch nicht den Großteil meines Lebens nur ‘aushalten’! Das ist ein Auf und Ab, das mich nicht weiter bringt. Soll das wirklich bis zur Rente so weiter gehen? Das sind immerhin noch über 25 Jahre!

Bei dieser Perspektive klappen sich mir die Fußnägel hoch.

Ich fühle mich gefangen in einer Wellenbewegung, die mir in immer gleichen Abständen und Intensitäten lästige Notwendigkeiten und Erholung bringt. Ich plätschere dahin mit dem fortwährenden Gedanken an das nächste schöne Erlebnis, das mich von meinem Arbeitsalltag ablenkt und mir gleichzeitig Erholung schenkt für eine neue Runde im Hamsterrad.

Und jetzt der Spiegel: Ich habe offensichtlich immer nur so viel für mich getan, dass es gerade so für die Erholung gereicht hat. Teilweise nicht einmal dafür! Niemand hat mich gezwungen diese Jobs zu machen und keiner hat gesagt, dass es unmöglich ist, im Arbeitsalltag zumindest ein Bisschen mehr Glück zu erleben. Man muss es nur machen! FALSCH!

ICH muss es machen!

Zeit für Veränderungen in Richtung Glück

Ich werde mein Leben verändern! Beginnen werde ich damit, meine Balance zwischen Dingen, die es auszuhalten gilt und glücklichen Momenten zu verbessern. Dazu gehören Überlegungen auf beiden Seiten. Was ist wirklich notwendig und was/wieviel brauche ich, um glücklich zu sein? Mir ist hierbei völlig klar, dass mich diese Schritte ein Stück meiner Sicherheit kosten werden, mir kritische Stimmen einbringen und mich immer wieder zweifeln lassen.

Das Schreiben soll mir dabei helfen, mich selbst auf diesem Weg zu kontrollieren und vielleicht begleitet Ihr mich ein Stück und schaut mal, ob auch für Euch eine Abzweigung auf dem Arbeits- und Lebensweg dabei ist, die Euch ein kleines Bisschen glücklicher macht.

Was macht Euch glücklich? Wie schafft Ihr einen Ausgleich zwischen dem notwendigem Übel und Eurem Glück?

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